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6.11.1 Prognose: Was passierte dieser Frau?

#1 von Zachariel , 02.06.2012 21:40

Guten Abend allerseits!

Im englischsprachigen Astrodienst-Forum "Other branches of astrology" stieß ich unlängst auf eine, wie mir scheint, speziell aus Sicht der Hamburger Schule Astrologie interessante Diskussion.
Quelle: http://forum.astro.com/cgi/forum...04549;start=all

Ein gewisser "Ricardo" brachte dort eine Übung, wie er es nannte, ein indem er die Frage stellte, was einer Frau am 15. November 2011, um 07:15 Uhr Vormittag passierte.
Er machte folgende Angaben:

Geburtstag: 15. Oktober 1981
Geburtszeit: 12:15 Uhr
Geburtsort: Bogotá, Kolumbien (04°N 36' / 074°W 05')

Ereignis:
Datum: 15. November 2011
Zeit: 07:15 Uhr (a.m.)

Auf Nachfrage, um welchen Ereignisort es sich handelt, antwortete Ricardo: Bogotá, Kolumbien.

Um dieses Rätsel für die Forumsteilnehmer/innen besser lösbar zu machen, bot Ricardo vier Möglichkeiten an, von denen eine Möglichkeit die richtige Lösung anzeigte.

1) Unfall und ein gebrochenes Bein ("Accident and broke her leg"),
2) Bei einem Autounfall verstorben ("Died in a car accident"),
3) Wurde schwer krank ("Gets very ill"),
4) Tod eines Bruders ("A brother dies")


Ich rechnete die angegebene Geburts-, wie auch die angegebene Ereigniszeit in UTC-Zeiten um:

Frau aus Bogotá:
* 15.10.1981, 17:15 UTC, Bogotá, Kolumbien (074°W 05' / 04°N 36')

Ereignis:
15.11.2011, 12:15 UTC, Bogotá, Kolumbien (074°W 05' / 04°N 36')

Im "Lexikon für Planetenbilder" von Schnitzler/Lefeldt 1957 finde ich (- habe die Achsen für die Frau aus Bogotá dabei angeführt -) für:

Unfall
WI + UR - MA, 01°18' Krebs = 091°18' 22" (360°-Modus) = 01°18' 22" (22°30'-Modus)
SO + SO - UR, 16°22' Jungfrau = 166°22' 08" = 08°22' 08"
SO + UR - MA, 23°34' Steinbock = 293°33' 50" = 01°03' 50"
MA + NE - CU, 12°00' Waage = 191°59' 56" = 11°59' 56"
UR + UR - AD, 16°59' Zwillinge = 076°59' 01" = 09°29' 01"
UR + HA, 29°03' Steinbock = 299°03' 24" = 06°33' 24"
AD + AD - UR, 20°28' Waage = 200°28' 22" = 20°28' 22"
Verletzung durch Autounfall
MA + UR - ZE = UR, MA+UR-ZE, 04°40' Skorpion = 214°39' 53" = 12°09' 53" UR, 28°09 Skorpion = 238°08' 48" = 13°08' 48"


Tod durch Autounfall
MA + HA - ZE = WI, MA+HA-ZE, 07°26' Stier = 037°35' 42" = 14°55' 42"
Durch Autounfall umkommen
UR + NE - ZE, 00°24' Fische = 330°23' 33" = 15°23' 33"


Schwere akute Erkrankung
HA + ZE - MA, 24°24' Zwillinge = 084°23' 31" = 16°53' 31"
Schwere Erkrankung einer Frau
SA + HA - MO, 22°03' Waage = 202°02' 52" = 22°02' 52"
Schwere Erkrankung des Körpers
SA + HA - SO, 22°39' Stier = 52°39' 24" = 07°39' 24"
Schwere Erkrankung
MA + HA, 27°45' Waage = 207°45' 02" = 05°15' 02"
MA + HA - SO, 05°30' Widder = 05°29' 34" = 05°29' 34"


Tod von Blutsverwandten
MA + SA - VE, 03°19' Krebs = 093°19' 01" = 03°19' 01"
Tod in der Familie
KN + MA - SA, 10°21' Zwillinge = 070°21' 04" = 02°51' 04"
KN + CU - HA, 04°01' Steinbock = 274°00' 52" = 04°00' 52"
MA + SA - AS, 15°45' Stier = 045°45' 21" = 00°45' 21"
MA + SA - CU, 03°26' Löwe = 123°26' 07"= 10°56' 07"
UR + NE - CU, 13°18' Steinbock = 283°18' 19" = 13°18' 19"
Todesfall in der Familie
WI + AD - CU, 01°54' Waage = 181°54' 00" = 01°54' 00"
KN + SA - MA, 14°41' Jungfrau = 164°40' 44" = 07°10' 44"


Mein Analyseweg:

1) SOp: MOr, MAp, KRp, VEs, WIs, SOt, KNt, MEt, KRt

2) SOt: MOr, KRr, SOp, KRp, VEs, WIs, KNt, MEt, KRt

Weil sich die SOp- und die SOt-Achsen (wie aus der hier nicht angeführten WSL-WAS-4-Ebenen-Lineargrafik ersichtlich ist) ziemlich decken, leitet sich aus 1) und 2) für mich ab:

Untersuchungsachsen:
MOt (erreicht URp, MEp, HAp, NEr, CUr)
KNr (wird erreicht von JUp, VUt)
MEr (wird erreicht von JUs, PLt, ASt, APt)
KRr (wird erreicht von SOt, KNt, MEt)


Neben SOp und SOt habe ich mir auch angesehen: MOt

MOt: NEr, CUr, HAr, MEp, URp, NEp, CUp, HAp, ZEt

Untersuchungsachsen:
NEt (erreicht MEs, ZEp, URr, ZEr)
CUt (daneben steht ADt; erreicht VUr, MAr)
HAt (daneben steht SAt und URt; erreicht PLr)
ZEr (daneben steht URr; wird erreicht von MEs, NEt)

Wenn ich mir die Summen ansehe, die zum Zeitpunkt des Ereignisses in die Achsen MCp/MCp (= 21°11'), SOt/SOt (= 07°46') und MOt/MOt (15°03') fallen, dann beginnen für mich die Schwierigkeiten, was die korrekte Beantwortung der Rätselfrage betrifft.

Ich selbst finde leider keine wirklich eindeutige Antwort, welche der vier Auswahloptionen das Ereignis klar widerspiegelt, weil selbst bei einer Einschränkung des Orbiswertes auf 0°55' noch viele Summen übrig bleiben, die m.E. mehrere der Optionen als mögliche Antworten ermöglichen.

Lieber Karsten, kannst Du vielleicht bei Gelegenheit diese von Ricardo im englischsprachigen Astrodienst-Forum gestellte Rätselfrage mit den vier angebotenen Optionen (von denen ja nur eine das Ereignis korrekt beschreibt) lösen?

Als problematisch sehe ich die inhaltliche Verwandtschaft zwischen Option 1 (Beinbruch durch Unfall) und Option 3 (wurde schwer krank) an. Eine schwere Krankheit könnte ja durchaus durch einen komplizierten Beinbruch (multiple, "offene" Beinbrüche) angezeigt sein, vor allem dann, wenn Folgekomplikationen (z.B. nach einem chirurgischen Eingriff) auftreten.

Ricardo hat im Astrodienst-Forum nach einiger Zeit die Lösung gepostet.

Meine Frage zielt darauf ab, ob es mit Hilfe des Methodenarsenals der Hamburger Schule Astrologie möglich ist, die von Ricardo im Forum gestellte Frage klar und widerspruchsfrei zu beantworten, d.h. eine Option zu verifizieren und die anderen drei eindeutig zu falsifizieren.

Zachariel

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RE: 6.11.1 Prognose: Was passierte dieser Frau?

#2 von Karsten , 03.06.2012 03:09

Hallo Zachariel,

zu solchen Rätseln wie „Was passierte (Krankheit, Unfall, Tod usw.) ... ?" und Arbeitsaufgaben, wie sie früher hiessen, habe ich einen eindeutigen Standpunkt:

[list]Ich halte davon gar nichts.[/list:u]

Das Ziel, das damit erreicht werden soll, ist moralisch und ethisch nicht vertretbar.

Sie helfen weder den Teilnehmern, noch den Lesern und auch nicht der Astrologie. Die Ergebnisse beweisen nichts und überzeugen keinen Menschen. Sie haben höchstens spannendes Unterhaltungsniveau. Ist das Ergebnis bekannt, ist die Spannung weg, wie bei einem Krimi,

Zahlreiche Arbeitsaufgaben haben Teilnehmer mit der Methode „Hamburger Schule" gelöst. Sie sind in den Zeitschriften seit den 1920er Jahren veröffentlicht und damit dokumentiert worden.

Ludwig Stuiber liess sich jahrelang darauf ein, dokumentierte, verfasste dazu Artikel, schliesslich erschien dazu ein Heft „Überzeugende astrologische Experimente".

Die Stellung von Arbeitsaufgaben war gut gemeint, aber sie haben der Astrologie weder kurz- noch mittel- und schon gar nicht langfristig geholfen. Rückblickend betrachtet dienten sie nur der Unterhaltung.

Für die anderen Antworten mit „könnte, möglich, wahrscheinlich, vielleicht, eventuell usw." muss ich Astrologie sowieso nicht bemühen.

Der Grund meiner Ablehnung

[list]Zunächst muss geklärt sein, welche Konstellationen beschreiben

1. Unfall und ein gebrochenes Bein ("Accident and broke her leg"),
2. Bei einem Autounfall verstorben ("Died in a car accident"),
3. Wurde schwer krank ("Gets very ill"),
4. Tod eines Bruders ("A brother dies")
[/list:u]

Dazu gehört zuerst, dass die Konstellationen vorher beschrieben und dann mit Tatsachen verglichen werden.

Zweitens folgt, wenn sich eine Behauptung bestätigt hat, sie als gesichert angesehen werden kann, solche Fragen zu lösen. Macht so etwas Sinn? Sollte das das Ziel der Astrologie sein?

Die Folge würde sein, dass Menschen sich auf diese Themen stürzen, um Krankheit, Unfall und Tod vorauszusagen.

Zum Fall, metagnostisch betrachtet
Was passierte dieser Frau? („Was geschieht heute?")


Vorweg: Bezweifeln muss ich die Geburtsdaten, vor allem die Zeit, 17:15 UTC. Sie klingt nach auf- oder abgerundet. Dann die Koordinaten, der Geburtsort, „Bogota" allein genügt nicht, die Stadt ist riesengross, hat rund 7 Millionen Einwohner. Jeden Tag werden dort mindestens um die 100 Menschen geboren, in bestimmten Zeitabschnitten oder Zeitblöcken im 3 bis 5-Minuten-Takt. Wie genau werden Geburtszeiten erfasst und korrekt registriert, dokumentiert?

Gefragt wurde, was an einem bestimmten Tag geschah, zur Wahl standen

1. Unfall und ein gebrochenes Bein ("Accident and broke her leg"),
2. Bei einem Autounfall verstorben ("Died in a car accident"),
3. Wurde schwer krank ("Gets very ill"),
4. Tod eines Bruders ("A brother dies")


Übersicht
Bevor ich den Tag auf eines der zur Wahl stehenden Ereignisse untersuche, erstelle ich eine Übersicht der für die Ereignisse vorhergesagten Planetenbilder:

Unfall
[courier][list]WI/UR = MA/x
SO/UR = x/y
MA/NE = x/y[/list:u]
[/courier]

Bruch (allgemein)
[courier]UR/AD = x[/courier]

Beinbruch
[list]- liegt noch keine Übersetzung vor[/list:u]

Operation
[list][courier]MA/UR = SO/x
UR/NE = x/y,
[/courier] Narkose, bewusstlos[/list:u]

Krankenhaus

[courier][list]HA/ZE = MO/x[/list:u][/courier]

Auto
[list][courier]WI/ZE = MA/HA,[/courier] Tod durch Autounfall
[courier]MO/ME = NE/ZE[/courier]
[courier]MO/MO = ME/x[/courier]
[courier]ME/ME = MO/x[/courier]
[courier]MA/UR = UR/ZE,[/courier] Verletzung durch Autounfall
[courier]UR/NE = ZE/x,[/courier] durch Autounfall umkommen[/list:u]

schwere Erkrankung
[list][courier]SO/HA = X/y
SA/HA = x/y
SA/NE = x/y
[/courier][/list:u]

Tod (Auswahl)
[list][courier]SO/MA = UR/NE,[/courier] plötzlicher Tod durch Unfall
[courier]SO/AD = x/y, [/courier]Tod
[courier]MA/SA = AS/x,[/courier] Tod von Angehörigen
[courier]MA/UR = NE/x,[/courier] Unfall mit Tod im Gefolge
[courier]MA/UR = HA/x,[/courier] Tod durch Unfall
[courier]UR/HA = JU/x,[/courier] schneller Tod durch Unfall
[courier]UR/PO = SA/x,[/courier] Todeseintritt[/list:u]

Bruder (Verwandte)
[courier][list]SO/CU = x/y
AS/CU = x/y
KN/CU = x/y[/list:u]
[/courier]

„x" und „y" sind Platzhalter für Faktoren, die das Ereignis näher beschreiben


Auswertung nach vorgeschlagenem Ablaufdiagramm
siehe auch f269t24-bedingungen-fuer-metagnose-und-prognose.html

Abbildung, hervorgehoben SOp, SOt, MCp, ASp
[attachment=0]1981_1015,Raetsel_Bogota-Fall.gif[/attachment]
Vorgegeben
1. Unfall und ein gebrochenes Bein ("Accident and broke her leg")


SOt: KNt, MEt, KRt, WIs, SOp, VEs, KRp, MOr

SOp: SOt, KNt, MEt, KRt, WIs, MAp, VEs, KRp, MOr

[list]deshalb (Auswahl)
MOt: MOr, MCr, URp, MEp, HAp, NEr, CUr
MAt: POt, APs, SAp, ADr[/list:u]
daraus
[list]MAp+NEr, Unfall
MAp+URp, Operation
SOp+URp, plötzliches körperliches Ereignis
URp+ADr, Bruch[/list:u]

MCp, ASp: SAs, URs, ZEs, JUr

deshalb
[list]SAr: URr, NEt
SAt: HAs, ADs
URt: HAs
URr: NEt
ZEt: URp, NEr, CUr
ZEr: URr, NEt[/list:u]
daraus
[list]URr+NEt, Krise, bewusstlos, Narkose

MAp+NEt, Unfall
MAp+URr, Operationl
MAp+URt, Operationl

URr+ADs, Bruch
URt+ASs, Bruch[/list:u]


Will man ein solches Ereignis einem Menschen prognostizieren können und wollen?


Karsten

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RE: 6.11.1 Prognose: Was passierte dieser Frau?

#3 von Zachariel , 03.06.2012 09:44

Hallo Karsten,

Danke für die Darstellung Deiner Sichtweise!

Die moralischen bzw. ethischen Implikationen derartiger Rätsel dürfen nicht außer Acht gelassen werden. Du hast Recht, dass diese Rätsel dazu führen, dass Leute dadurch animiert werden, Prognosen über negative Ereignisse (Krankheit, Tod, ...) zu tätigen. Und das stärkt wiederum die bereits vorhandenen Ressentiments oder gar Feindseligkeit gegenüber Astrologie.

Ich habe dieses Rätsel im Forum eingebracht, weil ich mehr über die Möglichkeiten und Grenzen der Hamburger Schule, also über ihren methodischen Geltungs- und Wirkungsbereich erfahren wollte. Weil über derartige Fragen machen sich Anhänger anderer astrologischer Schulen in der Regel rein gar keine Gedanken, wie ich immer wieder beobachten kann.

Deine Einwände, was die angegebene Geburtszeit und vor allem auch die Größe der Stadt betrifft, sind zusätzlich überaus gewichtige. Außerdem kann man bei solchen Rätseln, die von unbekannten Teilnehmer/innen in diversen Astrologie-Foren eingebracht werden, in der Regel den Wahrheitsgehalt der Ereignisse nicht nachprüfen, außer es handelt sich um öffentlich bekannte Ereignisse. Und die kann man dann meistens im Voraus googeln, was die Sinnhaftigkeit derartiger "Rätsel" dann zusätzlich in Frage stellt.

Ich danke Dir auf jeden Fall für Deine Auswertung nach dem vorgeschlagenen Ablaufschema, die Du trotz Deiner erheblichen Einwände gegen derartige Rätselaufgaben gepostet hast, weil wir alle hier Lesenden dadurch einiges lernen können.

Zachariel

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RE: 6.11.1 Prognose: Was passierte dieser Frau?

#4 von Karsten , 03.06.2012 14:15

Hallo Zachariel,

für Deine Anregung danke ich Dir, bietet sie doch einen sachlichen Anlass, eine konkrete Stellungnahme zu beziehen und sich über solche „Rätsel" Gedanken zu machen. Dazu gehört auch die Auswertung.

Dem Forum
http://forum.astro.com/cgi/forum...04549;start=all
entnehme ich, dass innerhalb von sieben Tagen 30 Leute auf das Thema eingegangen sind. Von denen haben 14 Leute ein Ergebnis abgeliefert. Zwei Ergebnisse waren richtig (teilweise SteveS: 85% accident and broken leg and 20% death und gänzlich Ed Falis: Accident and broken leg)

Zitat
Reply # 30
[list]The options:
- Accident and broken leg,
- Car accident and death,
- Illness,
- Death of brother[/list:u]

A summary of your choices:
[list]SteveS: 85% accident and broken leg and 20% death.
Savannah: Car accident and death/Death of brother.
SSML: Death of brother,
Victorine: Death of brother,
PKea888: Car accident and death,
LibraLeo: Car accident and death,
Phoebe: none of the above,
Friesiangal: Death of brother,
Venusinlibra: Accident and broken leg in which the brother dies and she falls very ill,
Issac Starkman: Death of brother,
James Alexander: Death of brother,
Tmorgenstern: Death of brother,
D Hawk: Death of brother,
Ed Falis: Accident and broken leg.[/list:u]
Zitat Ende
Bis einschliesslich 26. Mai 2012 wurden 302 Stellungnahmen abgegeben.

Gelesen wurde das Thema 5.983 Mal (Exercise Read 5983 times).

SteveS beschreibt ab Reply #35 seinen Lösungsweg, der die „Ebertin"-Methode enthält. Wie bekannt, ist sie ein Teil der HSch.

Das Thema bietet sich an für weitere Auswertungen (Methoden, Mischung von persönlichen Ansichten und Meinungen mit Fakten).

Karsten

 
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RE: 6.11.1 Prognose: Was passierte dieser Frau?

#5 von Zachariel , 03.06.2012 19:30

Hallo Karsten,

ich habe Dir zu danken für Deine Inputs, speziell für Deinen Auswertungsweg!

Mir ist nach dem Lesen Deiner Antwort auf meinen Beitrag hin eine Erzählung meines amerikanischen Meditationslehrers eingefallen, der berichtet hatte, dass er vor Jahren einmal beinahe ums Leben gekommen wäre, als er mit dem Flugzeug aus den USA nach Österreich gereist ist.

Ihn hat damals eine "innere Stimme" davor gewarnt, einen bestimmten Flug mit der Swiss Air zu wählen. Er hat damals aus einer inneren "Anmutung" heraus spontan den Flug umgebucht und ist dann mit den Austrian Airlines geflogen. Er hat die Leute, die später verunglückt sind, noch in der Abflughalle gesehen, und er hat uns berichtet, dass er später nach der Ankunft in Österreich zusammen gebrochen ist, weil er erst dann wirklich realisiert hätte, was passiert sei. Dieses Flugzeug der Swiss Air ist bei Halifax abgestürzt und die österreichischen Gastgeber meines Lehrers (und auch die Schüler!) waren total in Sorge und dachten, er sei tödlich verunglückt, weil sie fix angenommen hatten, er sei in dem Unglücksflugzeug gesessen.

Wenn es nun mit Hilfe der Hamburger Schule Astrologie möglich wäre (und ich denke, dass so etwas zumindest hin und wieder möglich sein könnte), ein "übles Schicksal" zumindest manchmal mit Hilfe der prognostischen Kunst abzumildern, wenn schon nicht abzuwenden, dann wäre das keine verwerfliche Tat, finde ich. Mir ist schon klar, dass wir in methodisch-technischer Hinsicht noch sehr weit davon entfernt sind, wirklich sichere Prognosen zu erstellen, aber mein Beispiel mit dem amerikanischen Meditationslehrer sollte zeigen, dass Astrologie nach Hamburger Schule möglicher Weise eines fernen Tages einen sehr konkreten lebenspraktischen Nutzen bringen könnte.

So etwas würde ich persönlich nicht als reißerische Beschäftigung mit Krankheit, Unfall und Tod bezeichnen. Ich finde es keinesfalls verwerflich, wenn Astrologie als ein Werkzeug fungieren könnte, mit dessen Hilfe man eine sehr konkrete Lebensgefahr erkennen könnte, was dazu unter Umständen führen könnte, dass das Schicksal einen weniger dramatischen Lauf nimmt.

Warum sollte so etwas ethisch oder moralisch verwerflich sein, frage ich mich? Ich kann mir eigentlich nur vorstellen, dass man auf der Basis extrem ausgeprägter "religiöser" Vorstellungen dagegen sein kann. Aber dann müsste man doch eigentlich jede Astrologie komplett in Bausch und Bogen ablehnen und verdammen (wie es beispielsweise die evangelikalen Bibelfundamentalisten tun), weil ja nur der allmächtige Gott allwissend ist und alle Fäden in der Hand hält und wir Menschen ja nur als Marionetten an den Schnüren baumeln, die keinerlei Möglichkeit haben, Dingen im Leben eine eigene Wendung zu geben. Eine derartige religiöse Sichtweise ist mir persönlich zugegebener Maßen recht fremd.

Auch wenn man sich nicht dem Kreis der Evangelikalen zugehörig fühlt und Astrologie nicht als "Teufelszeug" brandmarkt, dann dürfte man sich als astrologisch Interessierter oder Ausübender zumindest überhaupt nicht mehr mit der Analyse von Ereignissen beschäftigen, oder?

Bestimmte Kreise einer so genannten "Psychologischen Astrologie" halten es im Übrigen so, weil diesen Leuten schlicht und einfach das methodische Handwerkszeug fehlt, sich mit Ereignissen auf eine effiziente, erfolgreiche Art und Weise zu beschäftigen. Der blumige, diffuse Jargon steht dort im Zentrum des astrologischen Tuns. Ich gebe aber gerne zu, dass es durchaus vereinzelt Leute aus der Psychologischen Astrologie gibt, die sich erstaunlich effizient mit Ereignissen beschäftigen können. Bei einem Mann, der Derartiges zustande brachte bzw. bringt, begann ich vor rund 16 Jahren als Schüler meinen astrologischen Weg. Es gibt also durchaus Ausnahmen.

Zachariel

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RE: 6.11.1 Prognose: Was passierte dieser Frau?

#6 von Karsten , 04.06.2012 00:41

Hallo Zachariel,

es gibt immer Ausnahmen ... Die müssen sein, weil kein Mensch perfekt ist, um Regeln für alle nur denkbaren Vorkommnissen auf Erden aufzustellen.

Ich begnüge mich mit den Grundlagen, die uns Witte, Sieggrün und Lefeldt vorgelegt haben und prüfe sie auf ihre Alltagstauglichkeit. In gewisser Weise setze ich die praktische Arbeit der ersten und zweiten Generation fort. Ich weiss heute, unsere "Astrologie von morgen" steht erst im Beginn ihrer Entwicklung. Die nach mir kommenden Generationen werden andere Prioritäten verfolgen und zur Entfaltung bringen.

Viele Artikel, veröffentlicht in der "Astrologischen Rundschau", in den "Astrologischen Blättern", in den "Neuen Sternblättern", in "Mensch im All" und in den "Hamburger Heften" arbeitete ich nach. In dem einen oder anderen Punkt, eher unwesentlich, aber für die Methodik unerlässlich, machte ich nach kritischer Prüfung im Laufe der Zeit kleine Korrekturen. Das lässt unsere methodische Astrologie zu, weil sie ein nach oben hin offenes System ist.

Die Beratung im Alltag aufgrund astrologischer Betrachtung ist erfolgreich, im Sinne des Übungshoroskops "Fall Alfons Schlecker". Sein Konkurs im letzten Lebensabschnitt ist angezeigt (HA/KR, Misswirtschaft, Missmanagement) - aber er hörte nicht auf seine Berater (wozu ich nicht gehörte) - und so kam es zum unerweigerlichen Ende seines "Imperiums", eine riesengrosse Pleite mit am Ende 50.000 Entlassungen.

Direktionen
Mit Hilfe der "Hamburger Schule" ist bereits sehr viel möglich. Mehr als mit jedem anderen Deutungsverfahren, wie ich meine. Die meisten Ereignisse im Leben kann man sich nicht vorstellen, weil man sie nicht kennt.

Z. B. wenn im Horoskop eine Venus --> Saturn-Direktion (Liebeskummer) angezeigt ist, dann wird man sich darauf vorher nicht einstellen können. Denn zuvor muss man sich erst verlieben. Das Verliebtheitsgefühl kann man sich erst vorstellen, wenn es passiert ist - und dann mag man vom Liebesgefühl nicht lassen. Im Gegenteil, man möchte es täglich wiederholen, wie Essen und Trinken.

Würde man es versuchen, täte es weh. Macht man es trotzdem oder wird durch äussere Eingriffe dazu gezwungen, ist es zu spät: Der Liebeskummer ist da! An dieser Stelle beginnt die Beratung, wozu auch die zeitliche Perspektive gehört, wann der Kummer vorbei ist. Das ist schon eine hilfreiche, weil stabile Begleitung und lenkt ab von quälenden Fragen.

Ein "übles Schicksal" abmildern
Das wird in der Beratungsarbeit oft versucht - aber der Mensch kann sich in der Regel die Folgen seiner Entscheidung, Handlung, Bekannntschaft usw. nicht vorstellen. Die schöne, friedliche, harmonische Gegenwart lässt eine Vorstellung, dass genau diese Situation mir ein "übles Schicksal" bescheren wird, nicht zu. Alle Bereiche des Lebens in Beruf und Freizeit, Partnerschaft und Gesundheit, Geld und Besitz, Freundschaft und Ansehen usw. sind davon gleichermassen betroffen.

Für die umgekehrte Situation gilt Gleiches.


Mit meiner Beratung will ich dem Menschen gerecht werden und nicht, wie ich mir etwas für ihn vorstelle.
Hinterher hat schon so manche Frau, so mancher Mann geklagt, "ach hätte ich diesen Menschen doch gar nicht erst kennengelernt bzw. mich auf ihn eingelassen..." oder "hätte ich mir doch bloss nicht dieses Motorrad gekauft..." usw.

Hier setzt Astrologie hilfreich ein und beschreibt dem Menschen seinen Platz in der Welt, wozu das eine und das andere gehören, wie man mit seinem Plan eingebettet ist in einen noch grösseren, dem des Grossen Geistes und dass man geborgen ist in der Hand Gottes, im Sinne, "mir kann nichts passieren, was nicht zu mir gehört." Zum "üblen Schicksal" gehört auch die mir mitgegebene Kraft, damit ich die Herausforderung meistere, bis hin zur letzten Stunde, wie wenn ich dem Sterbenden die Hand halte, mit einem feuchten Tuch seine Stirn abtupfe, wohl wissend, dass ich seinen Lebenslauf damit nicht ändere.

Versöhnung mit dem Schicksal
So versöhnt man sich mit seinem Schicksal. Zur Ordnung gehört das Weinen und Lachen, alles hat eben seine Zeit, nichts ist von Dauer - und, es wird alles wieder gut, zwar nicht so, wie man es sich in der "Schmiede des Schicksals" wünscht, aber womit man hinterher gut leben kann.

In jedem Lebensabschnitt, auch im hohen Alter, wartet etwas auf mich, um in mir liegende Fähigkeiten und Begabungen anzusprechen, die jetzt entfaltet werden.

So verstehe ich das Horoskop wie einen Bauplan eines Hauses. Durch aktives Tun mit Verantwortung wird das vorgegebene Ziel erreicht.

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